SIIM-Referenzfall: Frische Ananas zu schützen ist keine leichte Aufgabe

written by IFCO SYSTEMS, 8th Juli 2021, in Referenzfälle

Frische Ananas auf dem Transport zu schützen und die reifen Früchte in den Einzelhandel zu bringen, erweist sich als ein überraschend komplizierter Prozess. Vincent Omer-Decugis von Omer-Decugis & Cie erklärt, warum seine Unternehmensgruppe für die Verpackung ihrer exotischen Früchte auf IFCO Mehrwegbehälter besteht. Die süßesten Ananasfrüchte Ecuadors sind darin auf ihrem Transport nach Europa optimal geschützt und gelangen unbeschadet an ihr Ziel: Das hochmoderne Zentrum für tropische und reife Früchte, welches das Unternehmen im legendären internationalen Großmarkt Rungis bei Paris unterhält.

Wie gelangt frische Ananas nach Europa?

Im Durchschnitt dauert es 16 Tage, bis die Extra Sweet Terrasol Ananasfrüchte aus Ecuador per Kühlkontainer den Hafen von Rotterdam erreichen. Von dort aus gelangen die Früchte per Lkw in eine der besten europäischen Reifeanlagen, deren Inhaber und Betreiber SIIM ist, eine Tochtergesellschaft der internationalen Unternehmensgruppe Omer-Decugis & Cie.

SIIM erzeugt viele erstklassige exotische Obst- und Gemüsesorten, importiert sie frisch, lässt sie reifen und übernimmt die Distribution, unter anderem auch die Verschiffung der Ananasfrüchte durch den Panamakanal nach Europa. Wo liegt die erste Anlaufstelle in Paris? Es sind die Hallen, die das Unternehmen im legendären internationalen Pariser Großmarkt Rungis für die Reifung unterhält. Der 12.000 m² große Standort wurde 2020 eröffnet. Hier können gleichzeitig 67 Lkw-Ladungen (1.608 Paletten) reifen. Das Lagerpotenzial beträgt 1.000 Paletten bei einer jährlichen Kapazität von weit über 100.000 Tonnen exotischer Früchte. Die innenliegenden Kühlzellen wurden speziell für die Ananasreifung entworfen und verfügen über bessere Ventilation, Ethylenextraktion und ein hochmodernes Lagersystem. Technisch gesehen ist dieser Standort in Frankreich einzigartig und der erste dieser Größe.

Vincent Omer-Decugis ist CEO von Omer-Decugis & Cie und kennt den Weg, den die Ananas zurücklegt, nur zu gut. Er verfolgt ihn genau, aber in dem sicheren Wissen, dass für diese exotischen Früchte gut gesorgt ist. Die vorsichtig in IFCO Mehrwegbehälter verpackten Ananas treffen optimal vor Beschädigung geschützt und wohlbehalten in Rungis bei Paris ein, um dort zu reifen. Es gibt einen sehr guten Grund dafür, dass Vincent Omer-Decugi darauf besteht, die Ananas in wiederverwendbaren Steigen von IFCO zu transportieren. Sie helfen, den Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen.

Feiner Geschmack, empfindliche Frucht

„Verderbliche Produkte werden natürlich mit der Zeit nicht besser", erläutert Vincent Omer-Decugis, „und das setzt das Arbeitsumfeld unter Druck. In unserem Geschäft gibt es zwei entscheidende Komponenten: die Früchte und unsere Verbraucher", erklärt er. „Jedes Mal, wenn wir die Früchte anfassen – bei der Ernte, der Verpackung, dem Transport, dem Reifeprozess – beschädigen wir sie ein wenig. Unsere Strategie besteht deshalb darin, das Potenzial für eine Beschädigung auf jedem Schritt des Weges zu reduzieren.

Wir müssen dafür sorgen, dass wir unsere tropischen Früchte von der Plantage bis zum Kunden über die ganze Lieferkette hinweg so wenig wie möglich berühren. Und IFCO unterstützt diese Strategie."

Die 1961 von zwei abenteuerlustigen Amerikanern gegründete und 2002 in die Gruppe Omer-Decugis & Cie integrierte

Plantage erstreckt sich über 2.100 Hektar und erzielt einen Jahresertrag von 55.000 Tonnen. Der größte Teil der Ananasfrüchte (70 %) ist für Europa bestimmt.

Warum der Schutz frischer Ananas auf der Plantage beginnt

Die empfindliche Natur der Ananasfrucht ist einer der Hauptgründe dafür, dass SIIM das Obst direkt auf der Plantage in Ecuador in IFCO Mehrwegbehälter legen lässt. Die schützende Bauweise der IFCO Steigen sorgt dafür, dass die frischen Ananasfrüchte mit so geringem Handlingsaufwand wie nur möglich verpackt werden können.

Das trägt dazu bei, dass die Früchte nicht gequetscht werden und so schnell wie möglich abkühlen können. Durch das schnellere Abkühlen auf der Plantage wird eine vorzeitige Reifung vermieden und somit die Haltbarkeit verlängert. Das führt zu weniger Verlusten und Abfällen bei den Früchten. Es bedeutet auch, dass die frische Ware unter optimalen Bedingungen transportiert wird. In diesem Zusammenhang bedeutet optimal, dass die Früchte kühl, geschützt und gut belüftet transportiert werden, um gleichmäßiger zu reifen.

Was kann die Ananas beim Transport beschädigen?

Zunächst muss man wissen, welche Herausforderungen damit verbunden sind, frische Ananas gut geschützt quer über den Atlantik zu transportieren. Nur so kann man die einzigartigen Vorteile schätzen, die IFCO Mehrwegbehälter im Vergleich zu Einwegverpackungen bieten. Frische Ananas ist sehr anfällig für Schimmel und Pathogene. Deshalb besteht tatsächlich das Risiko, dass sich die Qualität frischer Ananas auf dem langen Seeweg verschlechtert.

A Eine kontinuierliche Frischluftzufuhr ist während des Transports unerlässlich.

Die richtige Belüftung transportiert Hitze ab und sorgt dafür, dass die Konzentration der durch den Reifungsprozess der Ananas produzierten Gase – wie Ethylen und CO2 – in der Umgebungsluft gering bleibt. .

Ein unzureichender Luftstrom innerhalb des Kühlcontainers würde eine vorzeitige Reifung auslösen.

Da der Luftstrom bei einem Transport frischer Früchte in IFCO Mehrwegbehältern besser reguliert ist, ist es auch wahrscheinlicher, dass die gesamte Ladung ihre hohe Qualität bis hin zum Kunden beibehält.

„Diese Frucht reagiert sehr sensibel auf Temperaturschwankungen, Luftzug, Stoß und Druck", erläutert David Paillasson, Commercial Director von IFCO.

„Deshalb ist für den Transport frischer Ananas ein Höchstmaß an Fürsorge und eine spezifische Temperaturkontrolle notwendig, damit sie ihren süßen Geschmack, ihre Frische, ihre bissfeste Textur und ihr einzigartiges Aroma behält."

Wodurch wird sichergestellt, dass IFCO Mehrwegbehälter die frische Ananasfrucht beim Transport schützen? Die Antworten darauf liefert ein Pilotprojekt.

"Wir müssen dafür sorgen, dass es für unsere tropischen Früchte über die gesamte Lieferkette hinweg, von der Plantage bis zum Kunden, so wenig Berührungspunkte wie möglich gibt. Und IFCO unterstützt diese Strategie."

Vincent Omer-Decugis , CEO von Omer-Decugis & Cie

Welche Verpackung ist zum Schutz von Ananas am besten?

Um die optimale Verpackung für den Schutz frischer Ananas zu finden, hat SIIM 2020 ein Pilotprojekt mit IFCO gestartet. Dazu gehörte zunächst der Versand der desinfizierten und lebensmittelechten IFCO Mehrwegbehälter an die Ananasplantage in Ecuador, wo die Extra Sweet Terrasol Ananasfrüchte direkt an den Packstationen auf der Plantage in die wiederverwendbaren Steigen gepackt wurden.

Dann wurden die frischen Ananasfrüchte in den gleichen Kühlcontainern, die die IFCO Mehrwegbehälter befördert hatten, zurück nach Europa verschifft, durchliefen den Reifeprozess in Rungis und wurden dann in den Einzelhandel gebracht. Die Ananas blieben die ganze Zeit über in den robusten IFCO Steigen, von der Plantage über den Transportweg und während der Lagerung und Reifung – bis hin zum Einzelhändler und Kunden.

Aufgrund des „One-touch"-Designs konnten wir demonstrieren, dass IFCO Mehrwegbehälter optimalen Schutz vor Beschädigung bieten, und zwar von der Ernte über jeden Schritt bis zum Kunden", fügt Paillasson hinzu.

Zum Schluss werden die leeren IFCO Steigen beim Einzelhändler abgeholt und in die Waschanlagen von IFCO befördert. Dort werden sie desinfiziert und für die nächste Reise nach Ecuador vorbereitet.

Das Robuste und Haltbare schützt das Empfindliche und Süße

Im Gegensatz zu Einwegverpackungen sind IFCO Mehrwegbehälter robust und verfügen über ein optimal standardisiertes Design. Dadurch lassen sich die Steigen für den Versand leicht und gleichmäßig stapeln. Als Folge ergibt sich auch eine optimale Lagerkapazität im Container. Das robuste und haltbare Material der IFCO Mehrwegbehälter und ihre einzigartigen Merkmale unterstützen die empfindliche Fracht und schützen die frische Ananas daher durchgehend vor Beschädigung.

Die positiven Ergebnisse der Studie haben nicht überrascht, da SIIM bereits gesehen hat, welche Vorteile eine Verpackung von Bananen in IFCO Steigen mit sich brachte. SIIM verschifft seine Selvatica Bananen aus Ecuador seit 2018 in wiederverwendbaren Kunststoffbehältern von IFCO und war von ihren bestechenden Vorteilen bereits überzeugt.

„IFCO Mehrwegbehälter lassen sich perfekt stapeln" , bestätigt Vincent Omer-Decugis. „Der Hauptpunkt ist für uns, dass IFCO Mehrwegbehälter von der Plantage bis zum Verbraucher die effizienteste Steige sind, und zwar durch die gesamte Lieferkette hinweg."

Wie wichtig sind Biodiversität und nachhaltige Landwirtschaft?

Es gibt noch eine Reihe von überzeugenden Gründen, warum SIIM sich zur engen Zusammenarbeit mit IFCO entschlossen hat. Entscheidend ist, dass die Werte beider Unternehmen auf mehr als eine Art perfekt zueinander passen. SIIM blickt als Tochtergesellschaft der Omer-Decugis & Cie Gruppe ebenso wie IFCO auf eine starke soziale Unternehmensverantwortung zurück.

Die Gruppe Omer-Decugis & Cie kann ihre Wurzeln bis in das Jahr 1850 zurückverfolgen. Sie wird seit sechs Generationen von der gleichen kompetenten Familie geleitet. Wie seine Vorfahren ist auch Vincent Omer-Decugis zutiefst von der Notwendigkeit überzeugt, nachhaltige Landwirtschaft zu betreiben und in der gesamten Wertschöpfungskette soziale Leistungen zu erbringen. Deshalb sind die landwirtschaftlichen Betriebe nach GlobalGAP zertifiziert und das Unternehmen ist aktiver Teilnehmer der Business Social Compliance Initiative (BSCI), die garantiert, dass die Arbeitnehmer faire Löhne erhalten und in einer sicheren und sauberen Umgebung arbeiten.

Die drei Säulen, die den Kern ihres Geschäftes definieren, unterstützen auch die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen: UN’s Sustainable Development Goals:

  • Nachhaltige Landwirtschaft, zu der auch Lebensmittelsicherheit, Nachverfolgbarkeit und gute landwirtschaftliche Praktiken gehören

  • Soziale Leistungen in der Wertschöpfungskette, einschließlich fairer Löhne und sozialem Schutz für Arbeitnehmer

  • Schutz der Biodiversität und der natürlichen Ressourcen, mit Fokus auf Kohlenstofffreiheit und Klimaneutralität

Das Unternehmen verfolgt das ambitionierte Ziel, wo immer möglich einen kohlenstofffreien Betrieb zu führen. Wo es möglich ist, hat es sich einem Programm zum Schutz des Regenwaldes in Ecuador verpflichtet. Deshalb tragen die Ananasfrüchte das Zertifikat der the Rainforest Alliance Das bedeutet, die Früchte werden nach den hohen Sozial- und Umweltstandards angebaut, die für das Qualitätsetikett der Rainforest Alliance erforderlich sind.

„Wir sind in der Lage, die Wahl der Verpackungen an der Quelle zu treffen, mit dem Vorteil einer wiederverwendbaren Steige, die zu den Nachhaltigkeitszielen passt" erklärt Vincent Omer-Decugis. Wiederverwendbarkeit trägt dazu bei, unsere Prozesse kohlenstofffrei zu machen.

Partnerschaften, die auf Vertrauen aufbauen, bauen Vertrauen auf

Vincent Omer-Decugis sieht die Tatsache, dass Verbraucher sich der Umweltbilanz ihres Einkaufskorbes zunehmend bewusst sind, als eine positive Entwicklung an. „Verbraucher suchen Lieferketten, denen sie vertrauen können", sagt er. „Sie wollen transparentere Betriebe. Sie verlangen mehr Engagement in sozialen und Umweltbelangen und mehr Nachweise dafür, dass sie wirklich darauf vertrauen können, dass eine Lieferkette die besten Erzeugnisse liefert."

„Dieser Verbrauchertrend", so fügt Vincent Omer-Decugis hinzu, „wird der Hauptantrieb für die Industrie sein." Er schätzt, dass es mehr Integration und Transparenz in den verschiedenen Stufen der Lieferkette geben wird, mehr Kooperation und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Interessenvertretern, mehr positive Auswirkungen auf lokale Gemeinden. Zusammengenommen wird dies zu besserer Ware für den Kunden führen – sowie zu effizienteren Wegen, um frische Ananas, Bananen und exotische Früchte zu schützen.

Wie sieht die Zukunft der Ananasindustrie aus?

„In Zukunft müssen wir für enge Kooperationen, langfristige Verträge und Transparenz bei den Landwirten, den Einzelhändlern und IFCO sorgen, damit wir Zeit haben, gemeinsam Innovationen zu entwickeln. Wenn wir kein transparentes Verständnis davon haben, was bei jedem Schritt passiert, dann ist es sehr schwierig, die Investitionen zu tätigen, die die für das Erzeugnis notwendige Innovation liefern."

Vincent Omer-Decugis beschreibt diesen Ansatz als „ausgewogene Beziehungen" zu allen Interessenvertretern in der Lieferkette für frische Lebensmittel. „Stabile, ausgewogene Beziehungen sind die einzige Garantie dafür, dass wir auch in der Zukunft weiterhin wachsen und uns entwickeln können, weiter produzieren und importieren und Nahrungsmittel zu unseren Kunden bringen können. Wenn die Beziehung an irgendeinem Punkt nicht ausgewogen ist, ist sie nicht von Dauer."

„Wenn Unternehmenswerte und Strategien übereinstimmen, ebnen sie den Weg für eine perfekte Partnerschaft", fasst Vincent Omer-Decugis zusammen: „Im Kontext der Lieferkette für frische Nahrungsmittel ist das komplex und erfordert Zeit. Doch letztendlich lohnt es sich."

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